Mit Social Media zu starten wirkt heute einfacher denn je. Die Plattformen sind scheinbar schnell eingerichtet und Inhalte können mit KI-Tools auch erstellt werden. Gleichzeitig entsteht genau dadurch eine neue Herausforderung: Es wird immer schwieriger, den Überblick zu behalten und einen klaren Fokus zu entwickeln.
Social Media sollte kein Selbstzweck sein und auch kein zusätzlicher Marketing Kanal, den man „irgendwie mitlaufen lässt“. Am Ende geht es immer darum, ob die Aktivitäten auf konkrete Unternehmensziele einzahlen, also zum Beispiel Anfragen generieren, Sichtbarkeit aufbauen oder beim Recruiting unterstützen.
Wenn diese Ergebnisse fehlen, entsteht schnell das Gefühl, viel zu machen, aber wenig zu erreichen. Genau deshalb ist ein strukturierter Einstieg so wichtig. Wer Social Media von Anfang an strategisch aufsetzt, schafft eine deutlich bessere Grundlage für alles, was später darauf aufbaut.
7 Schritte, um mit Social Media zu starten
Ein strukturierter Einstieg hilft dabei, nicht in Einzelmaßnahmen zu denken, sondern von Anfang an ein System aufzubauen, das langfristig funktioniert. Die folgenden Schritte haben sich in der Praxis immer wieder bewährt und geben eine klare Orientierung für den Start.
- 1Entwicklung einer Social Media Strategie
- 2Analyse der für Ihre Kunden geeigneten Social Media Kanäle
- 3Anlegen der Business Kanäle mit allen notwendigen Einstellungen
- 4Einrichtung der Infrastruktur im Hintergrund, wie dem Meta Business- und Werbeanzeigenmanager
- 5Konzeption von Profilbeschreibungen
- 6Erste Inhalte für den Start erstellen
- 7Neue Kanäle promoten und erste Follower gewinnen
Diese Schritte bauen aufeinander auf und sollten idealerweise auch in dieser Reihenfolge durchlaufen werden. Gerade die Strategie wird dabei häufig unterschätzt, obwohl sie die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen bildet.
Warum sich der Start mit Social Media für Unternehmen lohnt
Social Media ist längst kein Nischenthema mehr, sondern ein zentraler Bestandteil im Alltag vieler Menschen unterschiedlichsten Alters und Hintergrundes. Entsprechend groß ist auch das Potenzial für Unternehmen, die richtigen Zielgruppen zu erreichen und langfristig Beziehungen aufzubauen.
Nutzer von Social Media Plattformen wurden in Deutschland Anfang 2022 gemessen. Quelle: Slideshare
aller Instagram Nutzer folgen einem Unternehmen. Quelle: Blog Hootsuite
aller Facebook Nutzer kauften 2021 auf der Plattform ein – Ein Trend der sich weiter fortsetzt. Quelle: Blog Hootsuite
Diese Entwicklung macht deutlich, dass Social Media längst mehr ist als nur ein Kommunikationskanal. Es ist ein Ort, an dem Aufmerksamkeit entsteht, Vertrauen aufgebaut wird und im besten Fall auch konkrete Kaufentscheidungen beeinflusst werden.
Das sind die wichtigsten Social Media Kanäle für den Start
Die Auswahl der richtigen Plattform ist einer der entscheidenden Faktoren beim Einstieg. Gleichzeitig ist genau das oft der Punkt, an dem viele Unternehmer unsicher werden, weil ständig neue Plattformen und Trends dazukommen. Wichtig ist dabei vor allem eines: Nicht jeder Kanal ist für jedes Unternehmen sinnvoll. Entscheidend ist immer, wo sich die eigene Zielgruppe tatsächlich aufhält und welche Inhalte dort funktionieren.
Instagram ist eine Social-Media-Plattform, auf der Benutzer inspirierende & unterhaltsame Fotos und Videos teilen und sich mit anderen Nutzern vernetzen können.
Facebook ermöglicht es, mit Freunden und Familienmitgliedern in Verbindung zu bleiben und Inhalte wie Fotos, Videos und News zu teilen.
LinkedIn ist eine B2B Social-Media-Plattform, die es Nutzern ermöglicht, sich beruflich zu vernetzen, Karrieremöglichkeiten zu entdecken und sich über Branchen, Trends und Jobs zu informieren.
TikTok
Auf TikTok stehen kurze, unterhaltsame Videos mit Musik, Effekten und Texten im Mittelpunkt, die mit anderen Nutzern geteilt werden können. Die Plattform ist besonders bei der jüngeren Zielgruppe sehr beliebt – Tendenz steigend.
Die Bildersuchmaschine Pinterest ist eine Mischung aus Suchmaschine und sozialem Netzwerk. Besonders im DIY-, Food- & Design-Bereich erfreut sich die Plattform in der DACH-Region einer hohen Beliebtheit.
Welche Voraussetzungen sind für den Start mit Social Media nötig?
Ein häufiger Fehler beim Einstieg ist, Social Media als Nebenprojekt zu behandeln, das „irgendwie mitläuft“. In der Realität funktioniert das nicht und sorgt im Endeffekt zur scheinbaren Erkenntnis, dass Social Media für uns nicht funktioniert.
Wenn Social Media nachhaltig und mit Wirkung aufgebaut werden soll, braucht es zwei Dinge: Eine klare Strategie und ausreichend Ressourcen für die Umsetzung.
Das bedeutet konkret, dass es im Unternehmen eine verantwortliche Person geben sollte, die das Thema betreut und vorantreibt. Externe Unterstützung kann dabei sinnvoll sein, ersetzt aber nicht die interne Verantwortung. Erst wenn beides zusammenspielt, also strategische Klarheit und operative Umsetzung, entsteht ein Setup, das langfristig funktioniert und tatsächlich auf die Unternehmensziele einzahlt.
Welcher Social Media Kanal eignet sich für den Anfang?
Die Frage nach dem richtigen Kanal gehört zu den häufigsten im Einstieg. Und gleichzeitig gibt es darauf keine pauschale Antwort. Es entsteht die Versuchung, möglichst viele Plattformen gleichzeitig zu bespielen, um „nichts zu verpassen“. In der Praxis führt das jedoch oft dazu, dass Ressourcen verteilt werden und keiner der Kanäle wirklich gut aufgebaut wird.
Sinnvoller ist es, sich auf ein oder zwei Plattformen zu konzentrieren und diese gezielt zu entwickeln. Welche das sind, hängt stark von der Zielgruppe, den eigenen Inhalten und den vorhandenen Ressourcen ab.
Mit Instagram und Facebook starten
Für die meisten Unternehmen bietet es sich an, mit Instagram und Facebook zu beginnen.
Ein Grund dafür ist die enge Verknüpfung der beiden Plattformen innerhalb des Meta-Ökosystems. Wichtige Tools wie der Werbeanzeigenmanager oder die Business Suite sind direkt daran gekoppelt und bilden die Grundlage für viele Maßnahmen im Bereich Social Media Marketing.
Dadurch entsteht eine Infrastruktur, die es ermöglicht, Inhalte zu verwalten, Kampagnen zu steuern und Zielgruppen gezielt anzusprechen.

Wie gewinnt man die ersten Follower?
Der Aufbau der ersten Follower ist eine der größten Hürden beim Start. Gerade am Anfang fehlt oft die Sichtbarkeit, sodass Inhalte kaum Reichweite erzielen.
Wichtig ist zunächst, dass die Inhalte selbst überzeugen. Wenn Beiträge nicht relevant oder ansprechend sind, wird es schwer, nachhaltig Follower aufzubauen, unabhängig von allen anderen Maßnahmen. Darüber hinaus gibt es einige Hebel, die den Einstieg erleichtern können.
Ein oft unterschätzter Punkt ist das eigene Umfeld. Mitarbeiter, bestehende Kunden oder Geschäftspartner sind häufig die ersten, die den neuen Kanal unterstützen können. Das kann ganz einfach funktionieren, indem man aktiv darauf hinweist und zum Folgen einlädt. Auch die Verknüpfung mit Offline-Maßnahmen kann sinnvoll sein, zum Beispiel über QR-Codes auf Materialien, in E-Mails oder direkt im Unternehmen.
Zusätzlich bieten bezahlte Maßnahmen die Möglichkeit, gezielt Reichweite aufzubauen. Auf Facebook können beispielsweise Follower-Kampagnen geschaltet werden, während sich auf Instagram einzelne Beiträge oder das Profil gezielt bewerben lassen. Gerade Videoformate spielen dabei eine wichtige Rolle, insbesondere auf Plattformen wie Instagram und TikTok. Sie bieten oft die größte Chance, auch ohne bestehende Reichweite sichtbar zu werden.
Am Ende gilt aber auch hier: Es gibt keinen universellen Weg. Welche Maßnahmen funktionieren, hängt immer vom jeweiligen Unternehmen, der Zielgruppe und der gewählten Plattform ab.
Neben der strategischen Planung fallen regelmäßig Aufgaben an, die Zeit und Aufmerksamkeit erfordern. Dazu gehören unter anderem die Erstellung von Inhalten, das Community Management und die Auswertung von Ergebnissen. In den meisten Fällen bedeutet das, dass im Unternehmen eine Person oder ein Team verantwortlich sein muss. Ohne diese klare Zuständigkeit wird es schwierig, Social Media langfristig erfolgreich zu betreiben.
Fazit: Erfolgreich mit Social Media starten heißt, es von Anfang an richtig aufzusetzen
Mit Social Media zu starten ist heute einfacher denn je. Es sinnvoll und nachhaltig aufzubauen, ist dagegen eine ganz andere Aufgabe.
Wer sich von Anfang an Gedanken über Ziele, Zielgruppen und Inhalte macht, schafft eine deutlich bessere Grundlage, als wenn Social Media einfach nebenbei betrieben wird. In meiner Arbeit begleite ich Unternehmen genau an diesem Punkt. Manchmal geht es um den kompletten Social Media Aufbau, manchmal reicht es aber auch, bestehende Ansätze zu strukturieren und weiterzuentwickeln.
Wenn Sie sich unsicher sind, wie Sie den Einstieg angehen können oder ob Ihr aktueller Ansatz wirklich funktioniert, kann ein externer Blick oft schon viel Klarheit bringen.

